Spielmarkt Remscheid Akademie der Kulturellen Bildung
   

Schirmherrschaft Spielmarkt 2017

Manuela Schwesig

Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

 

Grußwort zum Spielmarkt 2017

 

Foto: Bundesregierung/Denzel

 

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Internationaler Spielkongress in der Akademie Remscheid

New Games-Bewegung, Spiel in der Leistungsgesellschaft, kreative Freiräume… Internationaler Spielkongress 2014 in der Akademie Remscheid Remscheid, 18.11.2014 Wie spielen wir künftig? Im Spagat zwischen zweckfreier Unmittelbarkeit von Spiel und dem Bewusstsein gesellschaftlicher Herausforderungen bewegte sich die vergangenen beiden Tage der Internationale Spielkongress 2014, der rund 150 weltweit engagierte SpielpädagogInnen, AutorInnenen, StädteplanerInnen und weitere Akteure in die Akademie Remscheid führte. Die Beschleunigung und Rationalisierung der Gesellschaft lasse sich nicht mehr aufhalten. Umso wichtiger seien die Wertschätzung und der Schutz von Freiräumen, darüber waren sich die Experten und Expertinnen einig. In Fachvorträgen, intensiven Debatten und Workshops wurden die Bedingungen und der Wandel einer autonomen Kindheit verdeutlicht sowie Ansätze und Methoden der Spielpädagogik praxisnah diskutiert. Die Bedeutung des Spielens als informelles Lernen müsse breitflächig erkannt und verankert werden, um gleichberechtigte Zugänge zu ermöglichen. Dazu seien kreative Orte und Bündnispartner wichtiger denn je. Auch die Forschung leiste dabei weiterhin Unterstützung. Namhafte internationale Referenten, so u.a. aus Großbritannien, USA, Lateinamerika und China ermöglichten einen weltweiten Vergleich. Prof. Dr. Tong Liu erläuterte die Problematik von Leistungsdruck und Rationalisierung am Beispiel der wirtschaftlichen Entwicklung von China, wo soziale und emotionale Fähigkeiten mit Hilfe des Spiels gestärkt werden müssen. Als weiteres Beispiel für die gesellschaftliche Bedeutung zeigte Prof. Dr. Bill Michaelis, dass die „New Games-Bewegung“, die statt des Konkurrenzspiels kooperative Spiele einführte, in den USA nicht gescheitert sei, sondern in der pädagogische Auseinandersetzung und Gruppenarbeit neue Perspektiven verankert habe. Bei den Teilnehmenden war ein Generationenübergang festzustellen, der für die Entwicklung der zukünftigen Arbeit im Feld der Spielpädagogik bedeutend ist. Der Tagungsort Remscheid nahm in der Vergangenheit schon eine wichtige Rolle bei der Etablierung der langen Tradition Deutschlands in der Spielpädagogik ein, die als Vorbild international Beachtung fand. 1980 veranstaltete sie den ersten internationalen Kongress der Spielpädagogik in Deutschland und prägte die Definition des Begriffes. Nachdem der Diskurs sich in den Ländern weiterentwickelt hat, brachte er mit den internationalen Gästen und Kooperationen des Internationalen Spielkongresses 2014 nun neue Impulse an den Ursprungsort zurück. Zum „Spielmarkt 2015“ von 19. - 21. Februar 2015 werden wieder zahlreiche Spielbegeisterte in der Akademie Remscheid erwartet. Weitere Informationen: www.2014.spielmobilkongress.de

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