STELLEN SIE SICH EINEN PLATZ VOR, den Kinder
und Jugendliche unmittelbar in ihrem städtischen
Wohngebiet erreichen können, mit freien Flächen,
Hügeln und Nischen sowie Bäumen und Buschwerk, wo
sie toben, spielen, sich verstecken, klettern, rennen oder
sich einfach nur treffen können. Auf dem Gelände finden
sich neben Platz zum Bauen von Hütten und Buden eine
Feuerstelle und ein Teich, der dazu geeignet ist, dass
Kinder darin spielen können und so im spielerischen
Umgang Vertrauen zu den Elementen gewinnen. Es gibt
dort einen Garten, in dem Kinder Gemüse anbauen und
Blumen pflanzen können. Auch Spiel- und Aufenthaltsgebäude stehen zur Verfügung.
Sie beherbergen Werkstätten für das Arbeiten mit Ton, Holz und Metall, und
Unterstände und Stallungen für verschiedene Tiere. Es gibt Esel, Ponys, Schafe und
Ziegen, Kaninchen und Meerschweinchen, Hühner, Enten und Gänse. Die Tiere werden
gemeinsam von den Kindern gepflegt, gefüttert und gestreichelt. Über die gemeinsame
Pflege und Versorgung der Tiere wachsen Verantwortungsgefühl und Beziehungen
zwischen den Kindern, zu den Tieren und zur Natur. Unvermeidlich und doch ungezwungen
erleben Kinder ökologische Kreisläufe und Zusammenhänge: wie Mist und
organische Abfälle zu wertvoller Gartenerde werden, woher die Wolle oder die Eier
kommen. Auch die großen Kreisläufe des Jahres sind eindrucksvoll erlebbar. Dazu
gehören auch Geburt und Tod der Tiere.
In den Werkstätten setzen Kinder eigene Ideen um und lernen dabei verschiedene
Techniken der Bearbeitung von Holz, Ton, Metall, Wolle oder Leder kennen. Grenzen
und Möglichkeiten der Materialien werden erfahren und eigene Fähigkeiten Stück für
Stück entdeckt und entwickelt.
Brot- oder Pizzabacken im Lehmofen, aktiver Naturschutz durch das Bauen von
Nistkästen oder das Anlegen eines Biotops, Schafe scheren und deren Wolle verarbeiten,
einen Sonnenkollektor bauen, am Computer die Spielplatzzeitung layouten,
Gelegenheit zu spielerischer, musischer und sportlicher Betätigung und vieles andere
mehr runden das Bild und die vielgestaltigen Möglichkeiten eines solchen Platzes ab.
Dabei werden natürlich auch Konflikte ausgetragen und beigelegt und auf vielerlei
Ebenen soziales Lernen und demokratisches Verhalten gefördert.
Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V.
Balinger Str. 15
70567 Stuttgart
Tel.: 0711-6872302
www.bdja.org