Angesprochen, den Spielmarkt zu besuchen, sind alle, die an Spiel und spielpädagogischen Fragestellungen interessiert sind: Fachschulklassen von künftigen ErzieherInnen,
ErzieherInnen, Studenten und Bildungsreferenten, in der Jugendarbeit Tätige, Lehrer, Eltern,
Sozialarbeiter, Dozenten und Dozentinnen aus Fachhochschule und Universitäten etc.
Als Aussteller sind zahlreiche kleinere Firmen, Institutionen, Arbeitsgemeinschaften, Gruppen und
Initiativen angesprochen, bei denen kommerzielle Zwecke nicht im Vordergrund stehen, sondern die im sozialen, politischen, pädagogischen oder künstlerischen Interesse Kontakte
knüpfen. So können Spieleerfinder, die bisher aus Hobby Spiele entwickelten, mit Hilfe des Spielmarkts eine Teilprofession aufbauen. Daher wird bis heute auf dem Spielmarkt auch
keine Standgebühr erhoben, sondern es werden Anzeigen im aktuellen Spielmarkt-Katalog verkauft, damit auch kleine Gruppen oder Vereine ihre Produkte präsentieren können. Da der
Spielmarkt diese kleinen Gruppen fördert, sind mittlerweile auch einige pädagogische Verlage, die aus eben diesen kleinen Firmen entstanden sind, auf dem Spielmarkt immer wieder
Stammgast, z.B. konnte sich Ökotopia, der größte deutsche Öko-Spiele-Verlag in Deutschland, eine Existenz sichern, bei der der Spielmarkt eine Starthilfe war.
Der Spielmarkt stellt im Vergleich zur kommerziellen Spielwarenmesse in Nürnberg also eher eine „alternative“ Messe dar; „alternativ“ deshalb, weil hier vor allem Spiele
vorgestellt werden, bei denen nicht der einzelne auf Kosten der anderen Spaß und Erfolg verspürt, sondern Spiele, bei denen experimentiert wird, mit denen man in den Fantasiebereich einsteigt und
bei denen Kinder und Erwachsene lernen, ihr Handeln aufeinander einzuspielen und sich solidarisch zu verhalten. Es handelt sich also vorzugsweise um Spiele, die pädagogisch aufbereitet sind.